Kochen mit Profis - Bahrenhof-city

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Kochen mit Profis

Dorf-er-leben
Backen mit einem Profi

Im Rahmen des Initiativkreises „Dorf er-leben“ in Bahrenhof hatten sich am Sonnabend, den 3. Oktober ein paar am Backen Interessierte zusammengefunden. Unter Anleitung des gelernten Koches Thomas Kuschel aus Neuengörs wurden fünf verschiedene Kuchenteige hergestellt.

Man traf sich bei bestem Wetter und mit gespannter Erwartung. Ein wenig Bedauern beim Blick durchs Fenster auf die wahrscheinlich letzten große Auftritte eines spätsommerlichen Wetters. Der bedauernde Blick wich jedoch bald einer geschäftigen Atmosphäre als es in Susanne Schmidts Küche an die Arbeit ging. Nach einer theoretischen Unterweisung über die verschiedenen Teigsorten, ging es konzentriert los.

Da wurde Mohn gequetscht, Butter zerlassen, Milch gewärmt, Pflaumen in Rumzuckerwasser
geschwenkt und Hefeteig zu einer geschmeidigen Masse mit hauchzarter Oberfläche geknetet. Keine Maschine!-war das Credo-nur Handarbeit-jedenfalls bis auf die Baisermasse. Dabei zeigte sich wieder, dass lernen durch handeln die beste Methode ist. Wir hatten natürlich Glück, dass uns ein Profi führte, denn so ließ sich ein Lernen durch Misserfolg verhindern.

Ich backe gerne, manchmal mehr, manchmal weniger gut. Was ich an diesem einen Tag durch die vielen Zwischenerklärungen gelernt habe,das lernt man in keinem Backbuch. Zunächst wurde ein Brandteig hergestellt, zu Profiteroles geformt, wurde er mittags mit einer pikanten Käsekräutercreme gefüllt und genüsslich verspeist. Da ahnten wir noch nicht, was uns zum Nachmittagskaffee erwartete: Aprikosenstrudel aus einem superdünnen Strudelteig, gefolgt von Mohnstrudel mit Hefeteig-superlecker!-beim französischen Savarin (wo kommt doch gleich der Name her?) ging schon erstes Stöhnen durch den Raum. Als aber zum krönenden Abschluss des Tages die Eisbombe aus einer herben Schokoladeneiscreme mit Biskuitumhüllung und Baisermantel, begleitet von Hochrufen auf den Tisch kam, mussten wir doch die Nachbarn zum Mitessen einladen. Erstaunen bei allen, wie gut das Eis die Backofenwärme überstanden hatte.

Am Schluss des Tages erinnerte ich mich an den alten Fellini-Film „Das große Fressen“. Nicht, dass wir in menschliche Abgründe tauchten-aber doch in süße Völlerei.

Das nächste Treffen ist für das kommende Frühjahr geplant.

Helga Lenze, Bahrenhof
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