Dorf er-leben - Bahrenhof-city

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Dorf er-leben

29.4.20018

Bericht über das Waldfrühstück und den Spaziergang durch einen Teil des Bahrenhöfer Wohlds.

8.00 Uhr Waldfrühstück, für uns normalerweise eine inakzeptable Zeit an einem gemächlichen Sonntagmorgen. Trotzdem Brote geschmiert und Tee gekocht. Ein wunderschöner blauer Himmel, lichtes Grün und Vogelgesang. Wir fragen uns, warum wir es eigentlich nicht öfter morgens hierher schaffen.
Ziel war es, nach dem gemeinsamen Frühstück das zum Naturwald ausgezeichnete Teilstück des Waldes kennenzulernen und auf die Vogelstimmen zu achten. Der Naturwald beginnt auf der linken Seite ca. 10m vor dem Weg, der zu Hamanns Koppel führt, von Hoimkenrade aus gesehen und erstreckt sich bis zum Ende Richtung Reinfelder Chaussee.

Auf dem Weg dorthin weist uns Günter Fischer auf eine kleine laubfreie Mulde hin, der Ruheplatz eines Rehs. Tatsächlich, wir entdecken Fellhaare und erfahren, dass der Rehbock eine dreieckige scharf abgegrenzte Mulde herausarbeiten. Mit den zwischen den Zehen befindlichen Drüsen markiert er seinen Platz.
Der Naturwald besteht hauptsächlich aus Buchen und Eichen. Forstwirtschaftliche Maßnahmen dürfen dort nicht mehr stattfinden. Die Bäume haben hier die Möglichkeit alt zu werden, so alt, dass sie uns überleben werden. Es lässt sich nicht vorhersagen, wie sich der Naturwald entwickeln wird. Der Mensch kann nur beobachten, wie dieser Baumbestand die verschiedenen Herausforderungen wie Schadinsekten, Klimaveränderung, Wetterkatastrophen u.a. meistert. Insgesamt sind innerhalb der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten 10% aus der Bewirtschaftung herausgenommen. Allerdings wurde festgestellt, dass das Naturwaldkonzept auch wieder fallengelassen werden kann von z. B. nachfolgenden Regierungen. Deshalb hat die Reinfelder Initiative „VivaWald“ gefordert, die Naturwälder unter das Landesnaturschutzgesetz zu stellen.

Auf dem weiteren Spaziergang fielen große Wasserflächen auf, in denen Bäume standen.
Früher wurden diese Wasserflächen durch Gräben entwässert. Man pflegt die Gräben nicht mehr, so kann sich das Wasser im Wald halten, bildet Biotope, die zur Ansiedlung bestimmter Pflanzen- und Tierarten beitragen. Nach wie vor macht die enorme Ausbreitung der Brombeere Sorgen. Sie ist überall da zu finden, wo der Einschlag Lichtungen hinterlassen hat. Sie verdrängt jeden anderen Bodenbewuchs. Darauf ist weiter zu achten.
Günter Fischer erzählte noch so viele interessante Geschichten und ab und an versuchten wir auf Vogelstimmen zu achten, ach ja, das Rotkehlchen soll einen traurigen Gesang haben, darauf will ich mal achten.
Geplante Vorhaben: Am Naturdenkmal „Adam und Eva“ soll eine neue Bank errichtet werden, in die Nähe des dort entstandenen Gewässers wollen wir Fledermauskästen aufhängen, und eventuell die jetzige Naturwaldbeschilderung mit einer Infotafel ergänzen, Rundgänge durch die Jahreszeiten.
Am Schluss haben wir noch den Mai begrüßt mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“.

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